AUSSTELLUNG

„Entre Terra e Mar. Zwischen Erde und Meer. Transatlantische Kunst”

Eine Ausstellung mit den Künstlern Ayrson Heráclito (Salvador da Bahia, Brasilien) und Rigo 23 (Madeira, Portugal und Los Angeles, USA)

Ausstellungsdauer
12. Oktober 2017 – 26. August 2018

Das Weltkulturen Museum präsentiert zeitgenössische politisch-poetische Interventionen und Werke der Künstler Ayrson Heráclito (Teilnehmer der 57. Biennale von Venedig 2017 und der Ausstellung „(Comunal Land) Marina Abramovic + MAI“ 2015 in São Paulo) und Rigo 23 (Teilnehmer der Folkestone Triennal in England und der Ausstellung „Mundos Alternos: Art and Science Fiction in the Americas“ im UC Riverside, Kalifornien, USA, 2017).
Die Ausstellung bildet einen Höhepunkt in der langjährigen Beschäftigung des Museums mit afrobrasilianischen und indigenen Aspekten in Kunst und Kultur Brasiliens und setzt neue Impulse hinsichtlich der aktuellen Wahrnehmung transatlantischer Kunstprozesse zwischen Afrika, Europa und Amerika. Hierzu gehört besonders die Begegnung der Künstler mit Sammlungsobjekten aus Südamerika und Afrika. Ihre Objektauswahl spiegelt eigene Sichtweisen und Schwerpunkte wider und ist in der Ausstellung zu sehen.

In raumgreifenden Installationen, Videoarbeiten, Fotografien, Skulpturen und Performances thematisieren beide Künstler die einst von Europa ausgehende Kraft historischer Ereignisse aus Zeiten von Sklaverei und Kolonialherrschaft. Diese Ereignisse haben nach wie vor Auswirkungen auf das Leben der Nachfahren afroamerikanischer Sklaven in der Diaspora sowie indigener Guaraní in den Ballungsräumen Südamerikas. Das transatlantische, transtemporale „Dazwischensein“ zwingt sie zu einem Leben im Transit.

Rigo 23 realisiert mit partizipativen Methoden Kunstprojekte mit Guaraní in Brasilien, die ihre Kreativität und Spiritualität widerspiegeln und von politischer Kraft zeugen. Es wird deutlich, dass sogenannte Marginalisierte immer auch eine aktive Rolle inne hatten und haben.

Ayrson Heráclito verbindet seine Kunst mit der Ästhetik urbaner afrobrasilianischer Kultur und Religion als eine Ausdrucksform von Widerstand, Selbstbehauptung und Bewahrung der Kultur der Sklaven. Beide Künstler machen deutlich, dass Kultur und Kunst das Überleben im Transit ermöglichen. Mit jeweils eigenen Schwerpunkten thematisieren Ayrson Heráclito und Rigo 23 die Frage nach der Marginalisierung anderer in Zeit und Raum. Ihre Arbeiten widmen sie historischen Orten, die Zeugnis ablegen von hegemonialen Erinnerungen und mangelnder Augenhöhe.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Leihgaben des Museu Coleção Berardo (Lissabon), der Galeria Tapeçarias de Portalegre sowie aus den Privatsammlungen der beiden Künstler.

Konzept und Gestaltung der Ausstellung entstanden im Dialog der Kuratorinnen und Ethnologinnen Dr. Mona Suhrbier (Kustodin Amerikas, Weltkulturen Museum) und Dr. Jane de Hohenstein (Salvador da Bahia, Brasilien) mit den beiden Künstlern.

 

Mehr Informationen über die Ausstellung finden Sie hier. 
Die Veranstaltungen im Weltkulturen Museum von Oktober bis Dezember 2017 finden Sie hier.


Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29, 60594 Frankfurt am Main

Mit freundlicher Unterstützung:


 


 


 


Medienpartner:

Bernhard und Elisabeth Durschlag