„BUDDHA IST IMMER IM HERZEN“: ALTÄRE UND GLÜCKSSYMBOLE IN FRANKFURT

„Eigentlich ist es egal, wo man ist und wie man daran glaubt Buddha ist immer im Herzen.“
Wiparat Sukatorn

Was haben eine portugiesische Bäckerei, ein thailändisches Massagestudio und ein japanisches Restaurant in Frankfurt gemeinsam? Und warum sind sie in der Ausstellung „WELTENBEWEGEND. Migration macht Geschichten“ zu sehen?

Ihre aus unterschiedlichen Ländern kommenden Inhaber*innen bieten der Frankfurter Kundschaft in ihren Geschäften Dienstleistungen und Produkte aus anderen Teilen der Welt an. Die bei Frau Wiparat Sukatorn im Massagestudio Bai Boon im Stadtteil Bockenheim angebotene Massage hat im Herkunftsland Thailand eine etwa 2.500 Jahre alte Tradition. In der Bäckerei Bela im Stadtteil Preungesheim bietet José Oliveira erfolgreich portugiesische und deutsche Teigwaren an. Das Team des Sushimeisters Takayuki Tamura bewirtet im Restaurant Sakura in der Frankfurter Innenstadt die Gäste mit ausgewählten, stets frisch zubereiteten japanischen Gerichten.

Zusammen mit dem Mainzer Filmemacher Felix Schwarz hat Amerika-Kustodin Mona Suhrbier die drei Geschäfte besucht und drei Filmportraits gedreht. Denn über ihre Produkte und Dienstleistungen hinaus integrieren die zwei Unternehmer und die Unternehmerin persönlich gestaltete Altäre und Glückssymbole in ihre Geschäftsräume. Ob Madonna, japanische Glückssymbole aus Salz oder Buddha-Figur: Diese symbolstarken Objekte machen Aussagen über den jeweiligen Glauben und die Kultur der Geschäftsinhaber*innen. Ihre persönlichen Geschichten dazu teilen sie mit ihrer Kundschaft im durch Vielfalt und Diversität geprägten Frankfurt und auch in den Interviews, die in WELTENBEWEGEND zu sehen sind. Zugleich helfen Altäre und Glückssymbole ihren Besitzer*innen dabei, sich selbst und ihr Geschäft in Frankfurt zu verwurzeln und langfristig Erfolg zu sichern.

So sagt Takayuki Tamura im Interview über die Morijio, japanische Glückssymbole aus Salz, die am Eingang seines Restaurants aufgestellt sind: „Das größte Glück für ein Restaurant ist, wenn es immer voller Gäste ist. Da das Salz die Gäste anzieht, werden wir glücklich werden. Mit diesem Symbol führt unser Restaurant eine uralte Tradition fort.“

Und auch für José Oliveira, dessen Altar auch in der Ausstellung aufgestellt ist, sind christliche Symbole auch in seiner Bäckerei wichtig: „Ich mag meinen Altar in der Bäckerei. Der Altar gibt Schutz und hilft denen, die daran glauben.“

Jetzt sind Sie gefragt: Wo begegnen Ihnen in Ihrem Alltag Glückssymbole oder Altäre? Welche tragen Sie bei sich und welche haben Sie zu Hause aufgestellt? Schauen Sie sich bei Ihrem Lieblingsbäcker, dem Kiosk nebenan oder in Ihrem Wohnzimmer um. Dann posten Sie ein Foto bis zum 15. Dezember auf Facebook oder Instagram und verlinken Sie @weltkulturen.museum!

Vor Weihnachten stellen wir eine Auswahl der Einsendungen zusammen und sind gespannt auf die Vielfalt der Fotos!