GESCHICHTEN VERBINDEN GENERATIONEN!

Geschichten und Märchen verbinden Generationen! Als bedeutende Medien für die Weitergabe von Wissen sind sie in allen Kulturen vertreten.

In der Ausstellung GREY IS THE NEW PINK interpretieren Gedichte, eine Märchensammlung und unterschiedliche Kunstwerke aus verschiedenen Teilen der Welt diese Weitergabe auf unterschiedliche Art.

So spielt der Künster Albino (André Günther) aus Deutschland mit der verbreiteten Vorstellung der vorlesenden „Schaukelstuhl-Oma“ in einem Graffiti-Werk. Wer den Blick dahinter mit einer Schwarzlicht-Taschenlampe wagt, erkennt DNA-Stränge, die auf digitale Prozesse und soziale Medien verweisen. Die neue Dimension des Alters fordert auf, Wahrnehmungen zu verändern und Altes neu zu denken. Albino versucht zu zeigen, dass alles – egal ob Mensch, Technik oder Umwelt – irgendwann altert.

In der Leseecke der Ausstellung findet sich auch die Buch-Reihe „Märchen der Weltliteratur“. 1912 veröffentlichte Eugen Dietrichs den ersten Band im Dietrichs Verlag. Bis 2003 folgten noch 172 weitere Bände aus aller Welt. Dietrichs lag vor allem die geistige, kulturellen und historische Bildung am Herzen, die durch das (Vor)Lesen von Märchen weitergegeben wird. Einmal im Monat findet in der Leseecke zur Matineeführung eine Vorlesestunde für die kleinsten Besucher*innen statt, während Eltern oder Großeltern an einer Führung teilnehmen.

Die 85-jährige Helga wiederum produziert gemeinsam mit ihrem Enkel Jannik seit 2016 YouTube-Videos. Dort liest sie bekannt unter dem Namen „MarmeladenOma“ ihren knapp 200.000 Abonnenten mehrmals in der Woche Märchen vor, während sich ihr Enkel um die Technik kümmert. Hier ist ihr Kanal zu finden.

Der syrisch-palästinische Lyriker, Schriftsteller und Journalist Ramy Al-Asheq begleitet die Besucher*innen durch ganz GREY IS THE NEW PINK. Egal ob zu dem Thema Liebe, Tod oder Traditionen, die arabischen Gedichte des preisgekrönten Lyrikers finden abschließende Worte zu jedem Raum der Ausstellung. Platziert in den Türrahmen, verbinden sie auf natürliche Weise die unterschiedlichen Themen der Ausstellung. Auch die Kalinga-Frauen auf den Philippinen geben ihr Wissen über Tätowierungen lyrisch weiter.

Das Zusammenspiel von Bild und Sprache in Form von Foto und Poesie fand auch im Rahmen des Call for Content Platz in der Ausstellung, in welchem Menschen aus aller Welt aufgefordert waren, ihr Bild vom Altern zu teilen. In „Der Alte Baum“ drückt Frank A. Leithäuser metaphorisch durch einen großen Baum seine Gedanken über die Jugend, den Prozess des Erwachsen- und des Sesshaftwerdens, aber auch die eintretende Schwäche mit dem Alter aus. Der Baum im Gedicht plane aber noch, etwas länger stehen zu bleiben.

Im Vorfeld der Ausstellung teilten Kinder einer Unterstufe und ältere Besucher*innen der Universität des 3. Lebensjahres ihre Vorstellungen und Ansichten zum Thema Altern und stellten diese zwischen Jung und Alt in Dialog. Eine Auswahl der im Workshop „TextgestAlter“ entstandenen Texte ist in der Ausstellung zu finden.

Nehmen Sie Platz in der Leseecke der Ausstellung, stöbern Sie durch Märchen aus aller Welt und lassen Sie sich von Poesie verzaubern!

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