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Object Movement Dialogue

Im Rahmen der ersten „Invisible Inventories“ Ausstellung, die derzeit am kenianischen Nationalmuseum zu sehen ist, veranstaltet das International Inventories Programme (IIP)  seinen siebten Object Movement Dialogue.

Das Gespräch wird live auf Facebook (@inventoriesprogramme) übertragen.

Diesmal dreht sich die Veranstaltung mit dem Titel „Community Voices“ um die Perspektiven lokaler Gemeinschaften aus Kenia. Gemeinsam mit dem Moderator Juma Ondeng‘ (National Museums of Kenya und Mitglied des IIP) erörtern JC Niala (Leiterin der Afrika-Abteilung des Horniman Museums), Charles Leshore (Direktor des Maa Cultures Museums) und Mzee Tiberious Otieno (Aktivist und Kulturexperte der Luo), wie kulturelle Artefakte seit Beginn der Kolonialzeit bis heute aus Kenia entwendet wurden und welche Auswirkungen ihre Abwesenheit für die Herkunftsgemeinschaften hat.

Dabei wird gezielt auf ausgewählte Objekte und deren kulturelle Bedeutung Bezug genommen, die in der aktuellen Ausstellung repräsentiert werden. Diese befinden sich derzeit zum Teil in den Sammlungen der beiden deutschen Partnermuseen des IIP, dem Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln und dem Weltkulturenmuseum in Frankfurt am Main, und wurden im Rahmen der Ausstellung in einer Kooperation zwischen den deutschen und den kenianischen Museumsfachleuten näher untersucht.

  1. Moderation
    Juma Ondeng’ hat Kulturerbe und internationale Entwicklung an der University of East Anglia, UK, studiert. Er war an Ausbildungsprogrammen zur Institution Museum in der ostafrikanischen Region beteiligt, mit Schwerpunkt auf der Pflege von Sammlungen, Ausstellungen, Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit. Derzeit ist er als Hauptkurator im Regionalmuseum im Westen Kenias, dem Kitale Museum, tätig. Er ist Gründungsmitglied des International Inventories Programme.
  2. Diskussionsteilnehmer*innen
    JC Niala, eine kenianische Akademikerin, die derzeit Leiterin der Afrika-Abteilung des Horniman Museums in London ist. Niala ist außerdem eine preisgekrönte Theater- und Drehbuchautorin sowie Honorary Research Fellow an der University of Warwick. Sie gründet ihre kreative Arbeit auf historische und anthropologische Forschung.


    Charles Leshore ist Direktor des Maa Cultures Museum, einem Museum der traditionellen Kultur der Maasai und anderer Gemeinschaften der Maa-Sprache.

    Mzee Tiberious Otieno ist Kulturaktivist, Luo-Kulturexperte und pensionierter Sekundarschullehrer.


Das „International Inventories Programme“ ist ein Projekt der Künstler*innenkollektive The Nest (Kenia) und SHIFT (Deutschland/Frankreich), der National Museums of Kenya, des Rautenstrauch-Joest-Museums in Köln, des Weltkulturen Museums in Frankfurt am Main und des Goethe-Instituts. Das Ausstellungsprojekt „Invisible Inventories“ wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.