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Expert*innen des International Inventories Programme

Das International Inventories Programme (IIP) ist ein künstlerisches, wissenschaftliches und kuratorisches Projekt, das einen Korpus kenianischer Kulturgüter untersucht, die in Institutionen im globalen Norden aufbewahrt werden. Das Projekt erweitert den seit 2017 an Dynamik gewinnenden Restitutionsdiskurs, indem afrikanische Perspektiven verbreitet werden, die in internationalen Diskussionen kaum vertreten sind.

Das von Künstler*innen initiierte und über drei Jahre (2018–2021) entwickelte IIP vereint eine Konstellation kultureller Akteur*innen: die National Museums of Kenya, das Rautenstrauch-Joest-Museum, das Weltkulturen Museum sowie die Kollektive The Nest und SHIFT.




KURZBIOGRAFIEN DER EXPERT*INNEN (ALPHABETISCH)

  1. Sheila Akwany
    Sheila Akwany ist Projektassistentin am Goethe-Institut Nairobi. Seit mehr als acht Jahren ist sie in der kenianischen Kulturszene aktiv und arbeitet weiterhin eng mit Kulturschaffenden zusammen, um neue und dynamische Programme zu entwickeln. Sie hat einen Master in Strategischem Management.
  1. Jim Chuchu
    Jim Chuchu ist Mitbegründer und General Manager des The Nest Collective und selbst Filmemacher, Musiker und bildender Künstler. Seine Fotografien und visuellen Kunstwerke wurden auf der ganzen Welt ausgestellt. Seine Serie Invocations ist Teil der Sammlung des Smithsonian National Museum of African Art. Jim Chuchu hat von 2012 bis 2019 die Filmprojekte von The Nest geleitet und eingespielt sowie die Musikprojekte aufgenommen und produziert. Er ist zudem für die strategische Planung und Programmgestaltung bei The Nest verantwortlich.
  1. Julia Friedel
    Julia Friedel studierte „Afrikanische Sprachen, Literaturen und Kunst“ an der Universität Bayreuth und den interdisziplinären Masterstudiengang „Curatorial Studies – Theorie – Geschichte – Kritik“ an der Goethe Universität in Frankfurt am Main. Am Vitra Design Museum in Weil am Rhein war sie als kuratorische Assistenz der Wanderausstellung „Making Africa. A Continent of Contemporary Design“ beschäftigt. Seit 2016 ist Julia Friedel Kustodin für die Sammlung Afrika am Weltkulturen Museum in Frankfurt. Ihr besonderes Interesse gilt der Gegenwartskunst aus Afrika und der Forschung an Sammlungsobjekten aus kolonialen Kontexten.
  1. Njeri Gachihi
    Njeri Gachihi ist Anthropologin mit besonderem Interesse an indigenem Wissen, medizinischer Anthropologie, forensischer Anthropologie, traditioneller afrikanischer Religion, visueller afrikanischer Kunst, materieller Kultur, Museologie und Sammlungsmanagement. Sie arbeitet seit 15 Jahren als Kuratorin, Koordinatorin für öffentliche Programme und wissenschaftliche Mitarbeiterin bei den National Museums of Kenya.
  1. Frauke Gathof
    Frauke Gathof hat Ethnologie, Sozial- und Kulturanthropologie sowie Friedens- und Konfliktforschung an den Universitäten Frankfurt und Marburg studiert. Ihre Fachgebiete sind Materielle Kultur, Konfliktanthropologie und Migrationsforschung mit Schwerpunkt Nord- und Ostafrika. Seit 2019 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abteilung Afrika am Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main.
  1. Clara Himmelheber
    Clara Himmelheber ist Leiterin der Afrikanischen Sammlungen am Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln und Dozentin an der Universität Köln. Sie war Kuratorin und Co-Kuratorin zahlreicher Ausstellungen, darunter „Namibia – Deutschland: Eine gemeinsame/geteilte Geschichte: Widerstand, Gewalt, Erinnerung“ (Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln, 2004 und Deutsches Historisches Museum, Berlin, 2004/2005). Sie hat in Afrikastudien an der Universität Köln promoviert.
  1. Sam Hopkins
    Sam Hopkins ist ein Künstler, der daran interessiert ist, wie verschiedene Medien unterschiedliche Wahrheiten hervorbringen. Er hat an verschiedensten Ausstellungen teilgenommen, darunter Biennalen in Lagos, Dakar und Moskau, und in Museen wie dem Dortmunder U, dem Kunstmuseum Bonn und dem Kunsthaus Bregenz ausgestellt. Zudem befinden sich seine Arbeiten in den Sammlungen des Smithsonian National Museum of African Art, des Abteiberg Museums und des Iwalewahaus. Derzeit arbeitet er als Assistenzprofessor an der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM). Sam wurde 2014 von der Zeitschrift Foreign Policy zu einem der 100 führenden globalen Denker ernannt.
  1. Lydia Nafula
    Lydia Nafula akademischer Hintergrund liegt in Anthropologie und Entwicklungsstudien. Sie arbeitet als Wissenschaftlerin für die National Museums of Kenya (NMK) in der Abteilung für Kulturerbe. Sie war an der Entwicklung mehrerer Ausstellungen beteiligt, darunter „Kanga Stories: The Cloth That Reveals“ (2011). Als Teil des Wissenschafts- und Ethikbereichs der NMK leitet sie alle zwei Jahre wissenschaftliche Ausstellungsprojekte und Konferenzen für die Institution.
  1. Leonie Neumann
    Leonie Neumann hat Ethnologie, Soziologie und Kulturanthropologie an der Universität Göttingen studiert, wo sie sich auf Ostafrika mit Schwerpunkt Sansibar spezialisierte. Seit 2018 arbeitet sie im Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main. Als stellvertretende Leiterin der Abteilung für visuelle Anthropologie nahm sie an zwei Hauptausstellungen des Museums teil und kuratierte 2020 überdies die Sonderausstellung „SW5Y – Fünf Jahre zivile Meeresrettung“ in Zusammenarbeit mit der Seerettungsorganisation Sea-Watch e.V. Leonie Neumann ist seit Mai 2020 Kustodin in der Abteilung Afrika.
  1. Njoki Ngumi
    Njoki Ngumi ist Künstlerin, Schriftstellerin und feministische Denkerin und hatte bereits Positionen im privaten und öffentlichen Gesundheitswesen in Kenia inne. Als Gründungsmitglied von The Nest Collective ist sie Co-Autorin und Drehbuchautorin für viele Filmarbeiten von The Nest. Ihre kritischen Augen und Ohren sind ein wichtiger Bestandteil des Postproduktions-Prozesses des Kollektivs, gleichermaßen von seiner strategischen Ausrichtung und Forschungsergebnissen. Außerdem koordiniert sie die externen Kooperationsprojekte von The Nest und arbeitet als Programm- und Strategieleiterin bei der Schwesterfirma HEVA.
  1. Marian Nur Goni
    Marian Nur Goni ist Historikerin/Kunsthistorikerin, deren Arbeit sich primär mit Sammlungsgeschichten in und aus Ostafrika befasst, die sie häufig aus einer diasporischen Perspektive untersucht und die Fragen zur Geschichtsschreibung und zu Prozessen der Entstehung kulturellen Erbes aufwerfen. Marian Nur Goni forscht derzeit an der Sammlung von Joseph Murumbi in Nairobi im Rahmen panafrikanischer Debatten über Fragen der materiellen Kultur, des Museums und der Restitution in den 1950er bis 1970er Jahren. Sie promovierte in Geschichte/Kunstgeschichte an der EHESS in Paris.
  1. Philemon Nyamanga
    Philemon Nymanga ist in Anthropologie, Erhaltung des kulturellen Erbes und Risikomanagement ausgebildet. Er ist als Wissenschaftler an den National Museums of Kenya in der Abteilung für Kulturerbe tätig. Er war an der Entwicklung mehrerer Ausstellungen beteiligt, darunter „Kanga Stories: The Cloth That Reveals“ (2011), „Jomo Kenyatta International Airport Exhibition“ (2016), „Abasuba Pictorial Exhibition“ (2017), „Omieri Exhibition“ (2018), „Central Bank of Kenya Numismatic Exhibition“ (2018), „Biennale NMK Science Expos“ (2010–2019) und „Nelson Mandela: A Centenary Celebration“ (2018). Seit 2012 ist er Mitglied des Ausstellungs-Komitees des Nairobi National Museum.
  1. Niklas Obermann
    Niklas Obermann studiert Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt-Universität Berlin. Nach einem Semester an der Universität von Nairobi arbeitet er für IIP. Seine Forschung untersucht vorwiegend die politische Ikonographie und das kulturelle Gedächtnis, insbesondere die Spuren des Kolonialismus in visuellen Kulturen.
  1. Juma Ondeng’
    Juma Ondeng' hat Kulturerbe und internationale Entwicklung an der University of East Anglia, UK, studiert. Er war an Ausbildungsprogrammen zur Institution Museum in der ostafrikanischen Region beteiligt, mit Schwerpunkt auf der Pflege von Sammlungen, Ausstellungen, Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit. Derzeit ist er als Hauptkurator im Regionalmuseum im Westen Kenias, dem Kitale Museum, tätig. Er war an der Kuration der Ausstellung „Nelson Mandela: A Centenary Celebration“ (2018) und der Ausstellung „Jijirama: 50 Years of Religion and Culture Change in Marsabit“ (2008) im Nairobi National Museum beteiligt.
  1. Simon Rittmeier
    Simon Rittmeier ist Künstler und Filmemacher. Seine Arbeiten sind sowohl experimentell als auch essayistisch und behandeln die Macht der Bilder und ihre politischen Auswirkungen. Von Havanna über Tel Aviv nach Ouagadougou, die Filme wechseln stets zwischen Dokumentation und Fiktion. Sie sind immer das Ergebnis einer starken Verbundenheit mit einzigartigen Geschichten und Orten. Seine Arbeiten wurden auf internationalen Festivals und Ausstellungen gezeigt, u.a. den Kurzfilmtagen Oberhausen, Visions du Réel, Nyon, and The Studio Museum Harlem, New York.
  1. Anisha Helen Soff
    Anisha Helen Soff hat Curatorial Studies, Kunst und Kulturanthropologie an der Universität Bayreuth studiert. Ihre Forschung konzentrierte sich auf zeitgenössische Kunst in Nairobi in Bezug auf den postkolonialen Diskurs, Gender- und Queer-Theorie und den performativen Körper. Sie hat als kuratorische Assistentin in verschiedenen Ausstellungsprojekten im Iwalewahaus in Bayreuth gearbeitet. Seit 2017 koordiniert sie Kulturprojekte am Goethe-Institut Kenia, wo sie die Projektleitung für das International Inventories Programme innehat.
  1. Jane Pauline Waithera
    Jane Pauline Waithera hat Anthropologie an der Universität von Nairobi studiert, wobei sich ihre Interessen vor allem auf die verschiedenen Aspekte der menschlichen Erfahrung in Bezug auf diverse Kulturen und Demografien konzentrierten. Sie ist zudem Praktikantin bei The Nest, wo sie das Social-Media-Engagement, die Website und den Newsletter des Kollektivs verantwortet und die Kommunikation zwischen Strictly Silk und IIP mitbearbeitet. 


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