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SESSION #2

„DIE ZUKUNFT DER RÜCKGABEN. Kann Literatur die Restitution beschleunigen?“

mit dem SHIFT Kollektiv

Wie sieht die Zukunft aus, wenn man sie aus dem Blickwinkel der zurückgegebenen Objekte betrachtet? Was finden die Objekte vor, wenn sie nach Hause zurückkehren? Welche Gemeinschaften versammeln sich um sie? Welche Geschichten, Narrative und neuen Begegnungen lösen sie aus? 

In den letzten Jahren hat sich die Diskussion über die Rückgabe von Objekten, die sich in Institutionen des Nordens befinden, an afrikanische Länder grundlegend verändert. Dennoch sind nur wenige Objekte tatsächlich bewegt worden. Wir fragen uns, ob diese Untätigkeit nicht nur politische Gründe hat. Vielleicht liegt es auch an einem Mangel an Vorstellungskraft. Wenn wir anfangen, Geschichten darüber zu verbreiten, was passiert, wenn die Objekte nach Hause kommen, können wir ihre Rückkehr vielleicht sogar beschleunigen.  

Die Veranstaltung markiert den Start einer Anthologie von Kurzgeschichten kenianischer Autoren, die sich die Rückkehr von Kulturgütern nach Kenia vorstellen. Es handelt sich um ein neues Projekt des SHIFT Kollektivs in Zusammenarbeit mit Down River Road, einer der Zeitschriften, die derzeit zur Lebendigkeit der Literaturszene in Nairobi und darüber hinaus beitragen.  

Gäste:

 Alexis Teyie ist ein kenianischer Schriftsteller und Verleger. Derzeit ist sie geschäftsführende Herausgeberin von Down River Road und Mitbegründerin von Enkare Review (ca. 2016) und dem in Nairobi ansässigen Verlag Magic Door (ca. 2020). Zu ihren Büchern gehören:  Short Cut (2015), und Clay Plates: Broken Records of Kiswahili Proverbs (2016).

Felix Omondi ist Dichter, Schriftsteller, Community-Journalist und Podcaster. Er ist Empfänger des NF2W9-Stipendiums für Lyrik 2020 und veröffentlichte Gedichte in der dritten Ausgabe des Down River Road Magazine. Er übersetzt auch Werke in Sheng.

Greenman Muleh Mbillo ist ein Akamba-Philosoph, Künstler und traditioneller Heiler nach der uralten Praxis des "Kamuti" oder "des Baumes". Greenman hat diese Praxis von Geburt an geerbt und wurde später von Kanukwa, einer weiblichen Akamba-Philosophin, ausgebildet, die ihn zur Erziehung durch den Geist übergab. Er hat auch an der zeitgenössischen westlichen Bildung teilgenommen, sowohl in etablierten Institutionen als auch in privaten Bildungseinrichtungen. Greenmans Hauptinteresse gilt der Archäologie alter Wissenssysteme, insbesondere des Akamba-Volkes und im weiteren Sinne des khemetischen Volkes, das den afrikanischen Kontinent besiedelt hat.

Ray Mwihaki wird oft als schräg angesehen, aber sie möchte der Öffentlichkeit versichern, dass es wirklich auf die Stunde ankommt. Sie ist Schriftstellerin, Leserin, Künstlerin, Mutter... und lebt in Nairobi. Ihre Arbeiten wurden von Down River Road, World's Loudest Library, Creative's Garage, Omenana, The Poetry Project, Arizona State University und UNICEF veröffentlicht.

Michelle K. Angwenyi ist eine Schriftstellerin aus Nairobi, Kenia. Sie stand auf der Shortlist für den Brunel Africa International Poetry Prize 2018 und für den Short Story Day Africa Prize 2017. Ihr Chapbook Grey Latitudes wird 2020 bei Akashic Books und dem African Poetry Book Fund (APBF) erscheinen.


Online Veranstaltung (via Zoom) - bitte hier registrieren: https://bit.ly/DRR-Future-of-Returns

 

Down River Road ist eine Online- und Print-Zeitschrift, die Belletristik, Sachbücher, Gedichte und Ideen veröffentlicht. Sie schreiben über sich: „Wir interessieren uns für die Ränder, die sich verschiebenden Zentren und die neuen Räume, die es in dem gibt, was wir als alternativ bezeichnen. Wir sind neugierig darauf, wie wir uns alle diese Welt vorstellen und erschaffen können, wie wir diese Welt aufbauen können, wie wir diese kleine Ecke des Internets zu einem Ort machen können, den wir für uns beanspruchen können.“ www.downriverroad.org 

SHIFT (Sam Hopkins, Marian Nur Goni, Simon Rittmeier) ist ein transnationales Kollektiv, das an der Schnittstelle von Kunst und Forschung arbeitet, insbesondere zu Fragen im Zusammenhang mit afrikanischen Objekten in der Diaspora nach dem Kolonialismus.


Im Rahmen der Ausstellung „Invisible Inventories. Zur Kritik kenianischer Sammlungen in westlichen Museen“