Die Sammlungen des Weltkulturen Museums

Das Weltkulturen Museum verfügt über eine Sammlung von 65.000 Objekten aus Ozeanien, Afrika, Südostasien sowie Nord-, Mittel- und Südamerika. Die Sammlung Visuelle Anthropologie umfasst etwa 120.000 historische und zeitgenössische Fotografien und Filme und ergänzt den Bestand des Museums.
Das Weltkulturen Museum zeigt aufgrund räumlicher Begrenzungen ausschließlich wechselnde Sonderausstellungen.


Depotbesuche
Wir freuen uns über das Interesse an unseren Sammlungen! Als Museum ohne Dauerausstellung verstehen wir Depotbesuche als zentralen Bestandteil unserer Arbeit. Sie ermöglichen eine unmittelbare Auseinandersetzung mit dem von uns aufbewahrten kulturellen Erbe, insbesondere für Interessierte und Wissenschaftler:innen aus den Herkunftsländern dieses Erbes und aus den entsprechenden diasporischen Communities. Depotbesuche sind grundsätzlich nach vorheriger Absprache möglich. Um eine sorgfältige Vorbereitung – inklusive restauratorischer Prüfungen und organisatorischer Planung – sicherzustellen, bitten wir Terminanfragen mindestens einen Monat im Voraus zu stellen. Die Termine werden nach Verfügbarkeit vergeben und wir bitten um Verständnis, dass nicht jedem fristgerechten Terminwunsch entsprochen werden kann. Besonders die Sammlungen vom afrikanischen Kontinent sind derzeit stark nachgefragt. Wir empfehlen daher, frühzeitig Kontakt mit uns aufzunehmen.

  1. Zugänglichkeit und Rahmenbedingungen
    Nicht alle Objekte können uneingeschränkt gezeigt werden. Der konservatorische Zustand, ethisch sensible Kontexte oder Vereinbarungen mit Urheber- bzw.  Nachfolgegemeinschaften können Einschränkungen erforderlich machen. Wir danken für Ihr Verständnis und informieren Sie im Vorfeld individuell über mögliche Bedingungen.
  2. Antragstellung
    Für eine Terminanfrage füllen Sie bitte dieses Formular vollständig aus und senden es an folgende Adresse: . Wir leiten Ihre Email an die entsprechenden Ansprechpartner:innen im Haus weiter. Nur vollständig ausgefüllte Anfragen können bearbeitet werden.
  3. Sicherheitshinweis
    Einige unserer Depoträume weisen Schadstoffbelastungen auf. Vor Ihrem Besuch erhalten Sie daher ein Merkblatt zu den Sicherheitshinweisen. Aus gesundheitlichen Gründen ist der Zutritt zu diesen Bereichen für werdende oder stillende Mütter sowie Jugendliche unter 16 Jahren leider nicht gestattet.


Sammlungsanfragen
Informationen zu den Sammlungen des Weltkulturen Museums können zentral über  angefragt werden.

Die Sammlungsdaten werden kontinuierlich erschlossen, überprüft und erweitert. Wir gestalten diesen Prozess bewusst transparent und machen auch den jeweiligen Bearbeitungsstand nachvollziehbar.

Da historische Dokumentationen nicht immer vollständig oder eindeutig sind, können Umfang und Bearbeitungszeit von Anfragen variieren. Wir freuen uns über Ihre Anfrage und den fachlichen Austausch.


Digitale Sammlungserschließung und Zugänglichkeit
Das Weltkulturen Museum arbeitet kontinuierlich daran, seine Sammlungen digital zugänglich zu machen. Ziel ist es, Herkunftsgemeinschaften, Forschenden und einer interessierten Öffentlichkeit einen verantwortungsvollen Zugang zu den Sammlungsbeständen zu ermöglichen.

Die digitale Erschließung orientiert sich an aktuellen fachlichen Standards, insbesondere an den FAIR- und CARE-Prinzipien. Dabei streben wir eine ereignisbasierte Erfassung der Sammlungsdaten an, um Entstehungs-, Erwerbs- und Nutzungskontexte nachvollziehbar abzubilden. Da historische Sammlungsdokumentationen häufig lückenhaft oder aus heutiger Sicht neu zu kontextualisieren sind, ist ihre Aufarbeitung ein langfristiger Prozess und eine wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit mit Herkunftsgemeinschaften. Teile der Sammlungen des Weltkulturen Museums sind bereits im Rahmen von Kooperationsprojekten digital zugänglich. Weitere Informationen können über die Abteilung für digitales Sammlungsmanagement (Leonie Neumann) erhalten werden. Eine Übersicht finden Sie hier:

  1. Digital Benin
    Diese Datenbank bietet einen Überblick über die Benin-Bronzen, die sich in deutschen Museen befinden. Die Datenbank wird regelmäßig aktualisiert: https://digitalbenin.org/institutions/146
  2. Mapping Philippine Material Culture
    Das Projekt ist eine visuelle Bestandsaufnahme philippinischer Objekte aus der Mitte des 20. Jahrhunderts, die sich in Museen und Privatsammlungen außerhalb der Philippinen befinden: https://philippinestudies.uk
  3. International Inventories Programme (IIP) 
    Die IIP-Datenbank katalogisierte 32 321 kenianische Objekte, die sich in 30 Institutionen in 7 Ländern befinden. Dieses bahnbrechende Inventar, das derzeit nicht mehr online zugänglich ist, machte das verstreute kenianische Kulturerbe durchsuchbar und zugänglich und warf gleichzeitig wichtige Fragen zur Geschichte der Objekte, zur Herkunft und zur kulturellen Rückgabe auf. Weitere Informationen unter www.inventoriesprogramme.org