NACHRUF
Die Frankfurter Ethnologin, Kuratorin und Museumsleiterin Sabine August starb am 25.09.2026 im Alter von 69 Jahren in St Gallen.
Spezialisiert auf Indigene Gesellschaften im Amazonasgebiet arbeitete sie in verschiedenen Museen in Deutschland und der Schweiz. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Sammlung Amerika(s) des Weltkulturen Museums (1997-2001) hat sie maßgeblich an der Realisierung der Ausstellung Orinoko – Parima. Indianische Gesellschaften aus Venezuela – Die Sammlung Cisneros in Frankfurt mitgewirkt.
Mutig, mit Humor und immer im Kreis ihrer vielen Freund:innen durchlebte sie eine lange, schwere Krankheit.
Kolleg:innen und Freund:innen über Sabine August:
- Sie verlor fast nie ihr freundliches Lächeln. Mit ihrer höflichen und mutigen Gelassenheit passte Sabine August gut in ihre zweite Heimat Portugal (Mark Münzel)
- Ich erinnere mich sehr gut an Frau August - wir führten gute Gespräche. Ich war beeindruckt von ihrer selbständigen Aktivität und dass sie erfolgreich war (Anette Rein)
- Sabine war für mich in einer schwierigen Übergangszeit eine gute Kollegin und Weggefährtin. Ich erinnere mich gerne an unsere Gespräche und an die Zusammenarbeit, die immer von gegenseitigem Verständnis und menschlicher Nähe geprägt waren (Eva Raabe)
- Sabine mit ihrer Lebenslust und Neugier war Teil unserer Familie. Ernsthaft interessiert an allem ist sie mutig ihren Weg gegangen. Ihre ethnologische Perspektive auf das Leben hat unsere Gespräche bereichert und unsere Blicke geschärft (Andrea, Helga, Markus und Salischa Thiem)
- Meine Kollegin und Freundin Sabine - sie liebte das Leben und wir waren über Jahrzehnte in enger Freundschaft fest verbunden (Mona Suhrbier)
- Neugierig und interessiert ließ Sabine sich von der Anthropologie und von ihrer Liebe zu Pferden leiten. Möge ein Geisterpferd sie in die andere Welt geleiten (Claudia Augustat)
Sie hat in unseren Leben Spuren hinterlassen.
Sabine August. Foto: privat
