Music Matters. Zwischen Macht und Widerstand
Musik bewegt Menschen und ist dabei weit mehr als nur Unterhaltung. Sie kann politische Macht stärken oder ihr widersprechen. Die Ausstellung „Music Matters“ zeigt, wie Musik politische Botschaften trägt, Protest ausdrückt und gesellschaftliche Veränderungen begleitet. Anhand unterschiedlicher Beispiele aus verschiedenen Regionen der Welt geht die Ausstellung der politischen Dimension von Musik nach: von der Kongolesischen Rumba über Hofmusik aus Borno in Nordostnigeria bis hin zum Werk des Ulmer Komponisten jüdischer Herkunft Peter Ury. Gleichzeitig wirft sie Fragen auf: Wie klingt überhaupt politische Musik in Chile? Welche Rolle spielte die Liedermacher-Bewegung in Deutschland? Wie wurde Musik in analogen Zeiten zensiert und wie verhält sich Zensur im digitalen Zeitalter? Neben ausgewählten Objekten aus der Sammlung stehen Hören und Sehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Während der rund fünfmonatigen Laufzeit begleitet ein Konzertprogramm die Ausstellung als essentielle Ergänzung der zahlreichen Hörbeispiele. Konzerte und Konzert-Lectures machen „Music Matters“ über viele Sinne erfahrbar. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Forschungsprojekt „Kontrahegemoniale Stimmen in Musikarchiven“ der Universitäten Mainz, Hildesheim und Hannover. Die Veranstaltungen sind Teil der Reihe „Sommer der Musik Vol. 2“, die das Weltkulturen Museum gemeinsam mit dem Historischen Museum anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des „Sommer der Musik“ von 1927 veranstaltet.
Eröffnung: Freitag, 24. September 2027, 19 Uhr
