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International Inventories Programme

Wie können kenianische Kulturgüter, die sich im Besitz von Kulturinstitutionen etwa in Europa und den USA befinden, auch in Kenia zugänglich gemacht werden? Mit diesem Anliegen beschäftigte sich das „International Inventories Programme“, für das sich die Künstler*innenkollektive The Nest und SHIFT mit dem kenianischen Nationalmuseum in Nairobi, dem Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln, dem Weltkulturen Museum in Frankfurt am Main und dem Goethe-Institut zusammengetan haben. Gemeinsam inventarisierten sie die kenianischen Objekte in einer Datenbank, um mehr Transparenz in Museumsarchiven zu schaffen. Die Datenbank umfasste über 32.501 Objekte aus dreißig verschiedenen Institutionen, die ihre Archivdaten zur Verfügung gestellt hatten. Im Mai 2021 wurde die Datenbank auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Begleitend fanden in Kenia öffentliche Diskussionen unter dem Titel „Object Movement Dialogues“ statt. Neben der Verhandlung von Restitutionsfragen, wurde ein Forum geschaffen, in dem intellektuelle und emotionale Auseinandersetzungen mit einzelnen Objekten stattfanden. Wie Njoki Ngumi von The Nest in einem dieser Dialoge fragte: „Wer sind die Menschen, die das Objekt zurückgelassen hat? Und wenn das Objekt in eine Gesellschaft zurückkehren soll, die seiner beraubt wurde, wer sind dann die Menschen, denen das Objekt begegnet?“

Aus diesem langfristigen kollaborativen und interdisziplinären Prozess entstanden mehrere Publikationen sowie die Ausstellung „Invisible Inventories“, die 2021 in drei unterschiedlichen Ausführungen gezeigt wurde. Gefördert werden die Ausstellungen von der Kulturstiftung des Bundes. Die künstlerische Leitung lag kollektiv beim Team des „International Inventories Programme“.

 

Weitere Informationen unter: www.inventoriesprogramme.org