Wie kam die Maske ins Museum?

13.04.2021

Das Archiv des Weltkulturen Museum wurde 1944 bei einem Bombenangriff fast völlig zerstört. Um die Herkunft der Sammlungsobjekte vor dieser Zeit nachzuvollziehen, sind oftmals aufwendigen Recherchen nötig.

Wie das geht, zeigt Amerikas-Kustodin Mona Suhrbier im Interview mit der Frankfurter Rundschau am Beispiel dieser Maske der Kwakwaka’wakw aus British Columbia, Kanada. „8/1634“, eine kleine Zahlenkombination, half in diesem Fall, die Erwerbsgeschichte der Maske bis nach Santa Fé im Jahre 1918 zurückzuverfolgen. Die ganze Geschichte gibt’s hier zu lesen:
https://www.fr.de/rhein-main/detektivischer-spuersinn-gefragt-90456620.html

Gefertigt wurde die Maske schon vorher von den Kwakwaka’wakw in British Columbia, Kanada. Sie ist Holz, Leder und Eisen und wurde bei Ritualen des Geheimbundes Hamats’a verwendet. Der Klappschnabel mit Schnur zum Öffnen und Schliesen deutet auf den menschenfressenden Raben Gwaxwgwakwalanuksiwe‘ hin, die gerade Form dagegen auf einen Moskito – die Kannibalin Dzunuk‘wa verwandelte sich nach ihrem Tod in einen ganzen Schwarm von ihnen.

Aktuell ist die Maske Teil der Ausstellung „GRÜNER HIMMEL, BLAUES GRAS. Farben ordnen Welten“, die hoffentlich bald für Besucher geöffnet sein wird.




Weitere Ausstellungen, die sich mit dem Thema Provenienzforschung befassen: