WELTKULTUREN FREUNDESKREIS JAHRESVORTRAG

„Nahtod-Erfahrungen und Seelenreisen“
Prof. Dr. Hans Peter Duerr (Heidelberg)
Mit anschließender Diskussion

Einmal im Jahr lädt der Freundeskreis des Museums einen international renommierten Ethnologen ein, einen Sondervortrag zu halten. Dieses Jahr spricht Prof. Dr. Hans Peter Duerr über Nahtod-Erfahrungen und Seelenreisen.

Nahtod-Erfahrungen hat man mit einigem Recht als das größte ungelöste Rätsel der Bewusstseinsforschung bezeichnet. Und in der Tat sind bislang sämtliche psychiatrisch-psychologische, philosophische, neurologische und esoterische Erklärungsversuche gescheitert. Nahtod-Erfahrungen werfen indessen, wie Hans Peter Duerr – Ethnologe und Kulturhistoriker – zu zeigen versucht, ein neues Licht auf die Berufungserlebnisse mancher Schamanen und auf die Seelenreisen der „bonnes dames“ und „Nachtfahrenden“ des Mittelalters und der Frühen Neuzeit.

Prof. Dr. Hans Peter Duerr studierte in Wien und Heidelberg Ethnologie, Philosophie und Soziologie, promovierte 1971 im Fach Philosophie an der Universität Heidelberg und wurde 1981 an der Universität Kassel habilitiert, ebenfalls in Philosophie. Nach Lehraufträgen ab 1975 an der Universität Zürich, Universität Kassel und Universität Bern, war er von 1992 bis 1999 Professor für Ethnologie und Kulturgeschichte an der Universität Bremen.
1990 war er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin und 1995/96 am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. Regionale Schwerpunkte in Duerrs Arbeiten sind das indigene Nordamerika, Ostindonesien und Nordfriesland.
Neben seinen Hauptwerken „Traumzeit. Über die Grenzen zwischen Wildnis und Zivilisation“ (1978), das Kultstatus erreichte, und „Der Mythos vom Zivilisationsprozess“ (fünf Bände, 1988-2002), in dem er die gängige Zivilisationstheorie in Frage stellte, publizierte Duerr zahlreiche Monografien und Aufsätze.

 



 

Mittwoch, 26. März 2014 - 19:00
In deutscher Sprache.
5€ / ermäßigt 2,50€
Weltkulturen Labor, Schaumainkai 37