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Werken der neoamazonischen Kunst

Das Weltkulturen Museum hat über das non-profit-Projekt Tonkiry Artists-for-the-Rainforest neun Gemälde der peruanischen „neoamazónico“-Schule angekauft. Diese zeitgenössische Kunstströmung geht auf den Maler Pablo Amaringo (1938-2009) zurück, der 1988 im peruanischen Amazonasgebiet die Kunstschule Usko Ayar gründete. Die 2025 neu erworbenen Werke sind Arbeiten von Künstler:innendie ihre Ausbildung bei Amaringo oder dessen Schüler:innen erhielten: Harri Mires Villacorta, Gledis Panduro Vazquez, Sami Paola Ruiz Macuyama, Alexander Shimpukat Soria und Dimas Paredes Armas.

Zentrales Thema der farbintensiven Acrylgemälde ist ihre enge Verbindung mit der Kulturlandschaft des amazonischen Regenwaldes und dessen menschlichen und mehr-als-menschlichen Bewohner:innen. Indigene Traditionen, schamanisches Wissen und spirituelle Bezüge spiegeln sich alle in der Kunst wider. Das gilt nicht nur für die Bildmotive, sondern auch für die künstlerische Inspiration. Einige der Maler:innen sind praktizierende Schaman:innen. So verarbeitet beispielsweise Harri Mires in seinen Werken durch Ayahuasca-induzierte Visionen des verstorbenen Pablo Amaringo.

Durch die Neuerwerbungen erweitert das Weltkulturen Museum seine bereits bestehende neoamazonische Sammlung, die die Kustodin Mona Suhrbier durch einen Ankauf von Gemälden von Amaringo und seinen Schüler:innen begründet hatte.