Mai 2021

  • Donnerstag, 1. April 2021 bis Sonntag, 30. Januar 2022
    GRÜNER HIMMEL, BLAUES GRAS. Farben ordnen Welten
    Unsere Welt(en) sind voller Farben, aber nicht alle Kulturen sehen das Gleiche.
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    Δ GRÜNER HIMMEL, BLAUES GRAS. Farben ordnen Welten

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    Unsere Welt(en) sind voller Farbe, aber sehen alle Kulturen auch das Gleiche? Während die naturwissenschaftlichen Grundlagen der Farbwahrnehmung bei allen Menschen dieselben sind, bestimmen die Wellenlängen des Lichtes noch lange nicht, wie wir Farbeindrücke benennen, in wie viele (und was für) Kategorien wir sie einteilen und welche Bedeutungen und Assoziationen wir diesen Farben zuschreiben. Dies alles kann sprach-und kulturabhängig mitunter sehr unterschiedlich sein.

    Farbe ist also nicht unbedingt gleich Farbe. Beispielsweise ist die Bedeutung des japanischen Wortes ao nicht identisch mit dem deutschen Farbwort Blau. Genau so wenig wie midori gleichbedeutend ist mit Grün. So kann in der japanischen Dichtung durchaus die Rede vom „grünen Himmel“ und vom „blauen Gras“ sein – unsere europäischen Sehgewohnheiten werden auf den Kopf gestellt.




    Anhand von rund 200 Objekten aus den Sammlungen des Weltkulturen Museums u. a. aus Neuguinea, Polynesien, dem Amazonas-Gebiet, Ostafrika, Tibet und Java setzt sich die Ausstellung mit den vielseitigen Bedeutungszusammenhängen von Farbe als einem kulturellen Phänomen auseinander.

    Ein Leitmotiv dieser Ausstellung sind die vielseitigen kulturellen Farbkonzepte, denn Farben ordnen Welten: Mit ihnen sind oft vielfältige gesellschaftliche und kosmologische Vorstellungen verbunden, die dabei helfen, sich in der Welt zu orientieren, dieser Sinn abzuringen und das Zusammenleben zu ordnen. Sich mit den Bedeutungen der verschiedenen Farbwelten zu beschäftigen heißt daher, kulturelle Zusammenhänge in einem neuen Licht zu sehen und sich so andere Weltanschauungen zu erschließen.  


    1. Begleitpublikation
      Zur Ausstellung erscheint unter dem Titel „Grüner Himmel, Blaues Gras“ ein umfangreicher Katalog mit umfassendem Bildmaterial. Die Begleitpublikation vertieft mit interdisziplinären Artikeln die Themen der Ausstellung und gibt Denkanstöße zum Thema Farbe als kulturelles Phänomen.
      Mit wissenschaftlichen Beiträgen von Tomi Bartole, Eystein Dahl, Roger Erb, Frauke Gathof, Vanessa von Gliszczynski, Brigitta Hauser-Schäublin, Matthias Claudius Hofmann, Arno Holl, Eric Huntington, Olaf L. Müller, Eva Ch. Raabe, Gustaaf Verswijver sowie Chantal Courtois im Gespräch mit René Fuerst.
      Der Katalog erscheint auf Deutsch und Englisch im Kerber Verlag.
    1. Kurator*innen
      Kuratorische Leitung: Matthias Claudius Hofmann
      Co-Kuratoren: Tomi Bartole, Roger Erb, Vanessa von Gliszczynski, Arno Holl
    2. Ort, Öffnungszeiten, Preise
      Weltkulturen Museum
      Schaumainkai 29
      60594 Frankfurt

      7€ / ermäßigt 3,50€
      Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei

      Öffnungszeiten: Di – So, 11 – 18 Uhr, Mi, 11 – 20 Uhr




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  • Donnerstag, 29. April 2021 bis Sonntag, 18. Juli 2021
    HIDDEN IN PLAIN SIGHT. Vom Unsichtbarmachen und Sichtbarwerden
    Die Ausstellung erprobt, wie durch unterschiedliche Perspektiven und Zugänge ein Raum im Museum geschaffen werden kann, der sich kritisch mit Kolonialismus und den damit verbundenen Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinandersetzt.
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    Museen speichern, verwalten und geben Wissen weiter. Doch welches Wissen wird aufbewahrt und vermittelt - und von wem? Welches wird ausgeklammert und übertönt?  

    „Hidden in Plain Sight“ erprobt, wie durch unterschiedliche Perspektiven und Zugänge ein Raum im Museum geschaffen werden kann, der sich kritisch mit Kolonialismus und den damit verbundenen Auswirkungen bis in die Gegenwart auseinandersetzt. Die Ausstellung zeigt dabei, wie eine dekoloniale Vermittlungspraxis neue Betrachtungsweisen im Museum möglich machen kann. 

    Die Ausstellung beschäftigt sich mit aktuellen Themen wie Herkunftsgeschichten von Objekten und wissenschaftlichen Ordnungssystemen. Unter Einbeziehung zeitgenössischer künstlerischer Arbeiten werden folgende Fragen diskutiert: Welche Ereignisse und Personen fehlen in Büchern und in den Bibliotheken? Wie viele gesellschaftliche Privilegien bleiben unsichtbar? Welche Geschichten werden in der dominanten Geschichtsschreibung  nicht erzählt und schreiben sich somit auch nicht in das kollektive Gedächtnis ein?

    „Hidden in Plain Sight“ verfolgt bewusst das hochgesteckte Ziel, Möglichkeitsräume zu schaffen, um neue Formen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und Dialogs zu denken.

    1. Kurator*innen
      Kuratiert von Julia Albrecht und Stephanie Endter mit einem kuratorischen Beitrag von Lea Steinkampf.
    2. Beteiligte Künstler*innen
      FrauHerr Meko (Darmstadt, Deutschland), Kitso Lynn Lelliott (Johannesburg, Südafrika), Ema Tavola (Auckland, Neuseeland), Joana Tischkau (Frankfurt/Berlin, Deutschland)

      Mit Arbeiten und Objekten aus der Sammlung des Weltkulturen Museum, unter anderem von Shan Goshorn (Tulsa, USA)
    3. Ort, Öffnungszeiten, Preise
      Weltkulturen Museum
      Schaumainkai 37
      60594 Frankfurt

      3€ / ermäßigt 1,50€
      Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei

      Öffnungszeiten: Di – So, 11 – 18 Uhr, Mi, 11 – 20 Uhr

     





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