Displace Yourself

Fotoexperimente mit Green-Screen

Was bedeutet Heimat für mich? Was haben die Museumsobjekte und Fotografien aus dem Bildarchiv mit mir zu tun? Wie lässt sich eine Verbindung zwischen mir und einem unbekannten Objekt herstellen?

In der Projektwoche „Displace Yourself“ haben sich siebzehn junge Erwachsene in Form von Collagen, Fotografien und Filmen gestalterisch mit diesen Fragen auseinandergesetzt. Ausgangspunkt waren Objekte und Fotografien des Weltkulturen Museums sowie von den Teilnehmenden mitgebrachte Gegenstände und Fotografien. Die Objekte aus dem Museum wurden mit diesen persönlichen Geschichten und Ansichten kombiniert: so verbindet ein Teilnehmer in seiner Collage ein Armband aus Kroatien, das für ihn für Gemeinschaft und Frieden steht, mit einer Feldforschungs-Fotografie des Weltkulturen Bildarchivs, die eine Gebirgslandschaft und einen Reisebus zeigen, da es ihn an seine Flucht aus Kroatien erinnert.

Die Green-Screen-Technik ermöglichte darüber hinaus, sich als Person in verschiedene Kontexte und Hintergründen zu versetzen, damit zu experimentieren und Vermischungen entstehen zu lassen.

Die Ausstellung präsentierte die unterschiedlichen Annäherungen, Verbindungen, Verschiebungen und Möglichkeiten zwischen den Geschichten der jungen Erwachsenen und der Museumssammlung. Der Green-Screen im Ausstellungsraum bot den Besuchern an, diese Kontextverschiebungen in Workshops selbst auszuprobieren. Displace Yourself.

Teilnehmer: Mijo Adzaga, Thomas Araya, Eda Cam, Nagihan Göktas, Ibrahim Dilhan Köse, Celine Kovacs, Zakkaria Lachhab, Samim Latifi, Marisa Neuberger, Tobias Ohlig, Konstantin Pendefundas, Ahmad-Jawad Popal, Priyatharsan Sivakaran, Amela Suta, Tania Syed, Marcel Wachsmuth, Michael Zaher.

Organisation der Projektwoche und Ausstellung: Carolin Knebel, Esther Poppe, Ani Schulze

Projektassistenz: Damon Taleghani

Mit freundlicher Unterstützung der „Joblinge“, der Crespo Foundation und der Aventis Foundation im Rahmen der Kulturinitiative „eXperimente“.